Bauwirtschaft

Ziele erreicht man nur mit dem richtigen Rüstzeug!
Mit unserer Kompetenz helfen wir Ihnen, Ihre Ziele zu erreichen!

Steuern Sie auch das Unternehmen Betriebswirtschaftlich

Die meisten Unternehmer verstehen sich als Handwerker im positiven Sinne: Sie wollen einen optimierten Baustellenablauf, zufriedene Kunden und Mitarbeiter. Buchhaltung und Banken werden häufig eher als notwendiges Übel empfunden.

Die Unternehmer kennen die Kosten und achten auf die Liquidität. Vielfach ist es aber nur schwer nachvollziehbar, wie die Ansätze in der Bilanz zustande kommen.

Wir begleiten unsere Kunden und zeigen nicht nur wie bewertet wird, sondern auch wie man das Unternehmen betriebswirtschaftlich steuert, so dass die Ergebnisse besser werden.

Die Aufgaben, die wir in der betriebswirtschaftlichen Begleitung wahrnehmen, sind dabei vielfältig und ganz auf die Bedürfnisse des Kunden angepasst.
Dazu gehören beispielsweise

  • die Einführung von Kostenrechnungen, damit das Baustellenergebnis ermittelt wird
  • Begleitung von Nachtragsverhandlungen
  • Liquiditätssteuerung
  • Aufbereitung von Bankunterlagen
  • Hilfe bei der Beschaffung von Projektfinanzierungen
  • Begleitung von Arbeitsgemeinschaften

Wir kennen sowohl die Auftraggeber- als auch die Auftragnehmerseite, um unsere Unternehmen auf unterschiedliche Situationen vorzubereiten.

Betriebswirtschaftliche Beratung im Bau

Allgemeines

Die betriebswirtschaftliche Beratung im Bauhandwerk und der Bauindustrie ist immer noch ein schwieriges Feld.

Die Unternehmer wollen einen optimierten Bauablauf, zufriedene Kunden und Mitarbeiter.

Gleichzeitig sind teilweise erhebliche Vorfinanzierungen erforderlich. Vom Unternehmer werden sehr komplexe Verträge unterschrieben. Neben den allgemeinen gesetzlichen Regelungen gilt häufig auch noch die

Die Bewertung der Baustellen muss „richtig“ erfolgen, damit man bei den Banken die erforderlichen Kredite erhält. Gleichzeitig sind häufig Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu stellen, die ebenfalls „Kreditcharakter“ haben.

Häufig wird nicht berücksichtig, dass neben diesen Krediten auch noch die Kreditversicherer den Lieferanten Kreditlinien zur Verfügung stellen, weil sie die Forderungen gegenüber deren Kunden versichern. Dabei sind die Lieferanten und Nachunternehmer in der Regel als Gläubiger deutlich wichtiger als die Banken selber.

Die Unternehmer müssen also die gesamte betriebswirtschaftliche „Klaviatur“ spielen, ohne dass die technisch anspruchsvollen Themen über einen Bauablauf hier auch nur angesprochen wurden.

Hier muss sich das Unternehmen dann auch noch damit auseinandersetzen, dass in der Re-gel nicht das gebaut wird, was ausgeschrieben wurde, sondern nach Auftragserhalt auch noch eine erfolgreiche Umsetzung, die bei der  Materialbeschaffung, dem Nachunternehmereinkauf beginnt und in der Regel auch noch Produktion für die Baustelle und Montage auf der Baustelle mit umfasst.

Hier muss sich das Unternehmen dann auch noch damit auseinandersetzen, dass in der Regel nicht das gebaut wird, was ausgeschrieben wurde,

Jedes einzelne dieser Themen ist komplex. Dabei verfügt die große Mehrheit der Unternehmer über eine technische Ausbildung als Meister oder Ingenieur und ist mit den betriebswirtschaftlichen Themen nur am Rande betroffen. Häufig hat man sich hier Praxiswissen angeeignet.

Gleichzeitig wird aber von den Finanzierungspartnern erwartet, dass dies in „betriebswirtschaftlich geregelten Bahnen“ abläuft. Dieser Anspruch ist auch gerechtfertigt, da häufig die Eigenkapitalquote der Unternehmen gering ist, also mit viel fremden Geld gearbeitet wird.

Die Unternehmensführung bewegt sich also an der Schnittstelle von komplexen technischen und umfangreichen juristischen Fragestellungen. Dieser Komplex soll so gesteuert werden, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist und das Unternehmen bzw. der Unternehmer auch noch wirtschaftlich erfolgreich ist.

Auf den ersten Blick ist dies eine scheinbar Aufgabe. Allerdings kann man diese Aufgabe in Teilprobleme zerlegen, die die Steuerung der Unternehmen erleichtern. Die , dass sich der Unternehmer auf das Wesentliche, nämlich das erfolgreiche Bauen konzentrieren kann.

Im Folgenden sollen die Grundzüge dieser Steuerungsmechanismen beschrieben werden. Sie helfen dabei automatisch auch, dass das Unternehmen nicht in eine Schieflage gerät, weil frühzeitig erkennbar wird, wenn Dinge aus dem Ruder laufen. 

Liquiditätssteuerung

In der Betriebswirtschaft gilt der alte Grundsatz, dass Liquidität vor Rentabilität geht. Dies klingt zwar banal, aber gerade in kritischen Situationen führt er praktisch und drastisch vor Augen, dass man zwar eine gewisse Zeit ohne hinreichende Rentabilität als Unternehmen überleben kann, aber nicht ohne Liquidität.

Dies gilt in der Bauindustrie und im Bauhandwerk in besonderem Maße. Denn hier werden keine Waren kontinuierlich abverkauft, sondern häufig sind die Einzelaufträge relativ groß und es kommt vor, dass man mit wenigen Abschlagsrechnungen den gesamten Geldeingang eines Monats realisiert – oder eben nicht.

Daher kommt der Liquiditätssteuerung eine besondere Bedeutung zu und sollte von den Unternehmen regelmäßig gepflegt werden.

In einer Krise ist dies zwingend, aber Unternehmen sind gut beraten, dass sie solche Mittel nicht erst in der Krise einsetzen.

Vor- und Nachkalkulation – Zusammenspiel mit der technischen Kalkulation

Die technische Kalkulation ist das Herzstück des Unternehmens. Hier werden die zukünftigen Aufträge akquiriert. Dabei ist erstaunlich, dass die Qualität vieler Kalkulationen nur als schlecht bezeichnet werden kann.

Im Wesentlichen besteht eine Kalkulation aus den einzukaufenden Materialien, der Fremdleistung und den Stunden der eigenen Mitarbeiter zusätzlich sind noch Aufschläge zur Deckung der allgemeinen Geschäftskosten und für Wagnis und Gewinn zu kalkulieren.

Die Herangehensweise ist in den Gewerken unterschiedlich. So nutzen einige Gewerke einfach nur die Einheitspreise, die sie als „marktüblich“ kennen. Zerlegt man diese in einer „Rückwärtsrechnung“ wieder in die Bestandteile, so ist oftmals festzustellen, dass die Trennung nicht auskömmlich war. Dies mag in Zeiten einer Hochkonjunktur anders sein, aber die Risiken werden nicht oder nur unzureichend erkannt.

Daher ist es wichtig, dass das Unternehmen seine eigenen Verrechnungssätze kennt. Ebenso wichtig ist, dass die Stundenvorgaben realistisch sind. Denn nur dann wird auch Mehraufwand sichtbar und messbar. Dies wird in der Planung geleistet. Aus der Jahresplanung ergeben sich die Verrechnungssätze. Dabei ist es bei kleinen Unternehmen häufig ausreichend, dass es einen Verrechnungssatz auf der Baustelle gibt und man den erforderlichen Zuschlag für die eigenen Geschäftskosten kennt.

Bei größeren Unternehmen sollte hier etwas stärker differenziert werden.

In der Nachkalkulation werden dann die Istkosten mit den Sollkosten abgeglichen. Dies ermöglicht eine Analyse der Baustelle. Die Gründe für Abweichungen können vielfältig sein. Arbeiten konnten schneller als geplant durchgeführt werden oder man konnte nicht durchgehend, wie ursprünglich geplant, arbeiten. Dies kann am Auftraggeber, aber auch an einer schlechten, eigenen Planung liegen.

Wichtig ist es, dass daraus gelernt wird, damit sich die Fehler, wenn möglich, nicht wiederholen.

Durch die Verwendung gleicher Ansätze greifen die technische Kalkulation, die betriebswirtschaftliche Planung und die Nachkalkulation ineinander und stellen so häufig das wichtigste Element der Steuerung des Unternehmens dar.

Bewertung der halbfertigen Arbeiten

Viele Unternehmen beim Bau haben keine betriebswirtschaftliche Monatsauswertung. Es wird zwar regelmäßig gebucht, aber nicht alle Unternehmen bewerten die halbfertigen Arbeiten.

Oftmals wird dies vom Steuerberater übernommen. Hier wird von manchen als Wertansatz der Wert der gestellten Abschlagsrechnungen gewählt. Andere buchen den Wert der gezahlten Abschläge. Wieder andere nehmen hier einen zusätzlichen Abschlag vor.

Alle diese Verfahren haben eines gemeinsam: Sie sind falsch!

Aber: Es ist immer noch besser mit diesen falschen Werten zu arbeiten, als gar nicht zu bewerten.

Richtig ist alleine die Bewertung zu Herstellkosten. Hier dürfen Zuschläge für die allgemeine Verwaltung mit hinzugezogen werden. Nicht hinzugezogen werden dürfen lediglich die Vertriebskosten, die allerdings bei den meisten Bauunternehmen niedrig sind.

Allerdings muss hier auch „verlustfrei“ bewertet werden:

Ist absehbar, dass sich ein Baustellenergebnis weiter verschlechtert, so muss der Verlust realisiert werden.

Diese Grundsätze sind an sich „relativ einfach“. Aber schon am Beispiel der Nachträge lässt sich zeigen, dass der Teufel hier im Detail steckt.

 

Nachträge, Stundenlohnarbeiten und deren Bewertung

Wie bereits oben beschrieben ändert sich die Leistung, die ursprünglich vertraglich vereinbart wurde, und die Leistung, die dann tatsächlich ausgeführt wird, häufig. Der Fall, dass sich diese bei größeren Bauvorhaben nicht ändert, dürfte die Ausnahme sein.

Dadurch entsteht zwangsläufig der Fall, dass sich Ausführender und Auftraggeber für die geänderte Teilleistung auf neue Preise einigen müssen. Die Summen, die hier manchmal eine Rolle spielen können im Einzelfall bis zu 30% der Auftragssumme ausmachen. Auch noch größere Änderungen sind denkbar.

Aus Sicht des Ausführenden ist vor allem problematisch, dass er dies in der Regel nicht verweigern darf. Er muss also ausführen, obwohl keine preisliche Einigung vorliegt.

Oftmals kommt es hier zum Streit mit dem Auftraggeber, dem die zusätzlich angebotene Leistung „zu teuer“ erscheint.

Speziell am Jahresende, aber auch wenn man regelmäßig Zwischenabschlüsse macht, stellt sich die Frage, ob und wie diese zu bewerten sind. Denn auch bei einer einzigen Baustelle können die gestellten Nachträge und deren Volumen so groß sein, dass sie – je nach Bewertung – zu einem Gewinn oder Verlust für das gesamte Unternehmen führen.

Wichtig ist zunächst, dass sich das Unternehmen eigene Regeln gibt, wie mit solchen Sachverhalten verfahren werden soll.

Aus der Vielzahl der angeführten Stadien, die ein Nachtrag durchlaufen kann, wird erkennbar, dass es hier auch keine einfachen Regeln geben kann, ob und wie zu bewerten ist. Aber diese Bewertung kann ein Unternehmen entwickeln. Auch wie mit diesen Risiken umgegangen wird. .

 

 

 

 

Risikosteuerung

Jedes Unternehmen muss die Risiken steuern. Bei den Unternehmen am Bau kommt dazu, dass oftmals nur relativ wenige Aufträge benötigt werden, um die Auslastung zu erreichen.

Eine Reihe dieser Themen haben wir bereits angesprochen. Speziell bei den Auftraggebern ist aber auch zu beachten, dass hier Abhängigkeiten entstehen. So muss man überlegen, ob und in welcher Höhe Aufträge von einem Auftraggeber angenommen werden sollen. Was passiert wenn dieser Auftraggeber ausfällt?

Interessant ist auch, dass oftmals „Projektgesellschaften“ bei großen Bauvorhaben gegründet werden. Deren einziger Zweck ist die Durchführung dieses speziellen Bauvorhabens. Ziel des Auftraggebers ist es dabei, sein Risiko aus der Baustelle zu begrenzen. Gleichzeitig wird das Bonitätsrisiko aber beim ausführenden Unternehmen vergrößert. Auch hier sind Gegenstrategien denkbar, aber das Unternehmen muss sie implementieren.

Hier kann man beispielsweise über Forderungsversicherungen nachdenken. Auch Vorauszahlungen sind unter Umständen geeignet, dass sich das Risiko reduziert.

Ein weiteres, oft unterschätztes Thema ist die Gefahr des „zufälligen Untergangs“. Es passiert zum Glück nicht oft, aber wenn ein Bauvorhaben vor der Abnahme vernichtet wird, so ist der Unternehmer zur Neuerstellung verpflichtet. Deshalb werden oftmals Bauleistungsversicherungen abgeschlossen. Allerdings nicht in allen Fällen.

Das Unternehmen ist gut beraten, wenn es sich Gedanken darüber macht, was alles schief gehen kann und für die wichtigsten Fragen Gegenstrategien festzulegen.

Weitere Themen

Für die Unternehmen und die Unternehmer gibt es eine Vielzahl weiterer Themen mit denen man sich befassen sollte oder muss.

Als Beispiel sei hier nur genannt, dass man überlegen muss, was passiert, wenn der Unternehmer längere Zeit ausfällt. Das beginnt bei trivialen Fragen, wer dann überhaupt noch unterschreiben darf. Dies kann für Angebote aber auch für Verlängerung von Krediten gelten.

Genauso wichtig ist, ob der Betrieb dann überhaupt noch funktioniert.

Daher sollte jedes Unternehmen hier eine Notfallplanung haben. Gleichzeitig sollte der Unternehmer darauf achten, dass eine hinreichende Absicherung für die Familie gegeben ist. Hier reicht oftmals eine Lebensversicherung nicht aus, da sowohl das (plötzlich wertlose) Unternehmen wie auch die Versicherung zur Erbmasse gehören.

Die Themen könnten fast täglich fortgeschrieben werden, so gehört beispielsweise die Digitalisierung oder BIM zu den Themen mit denen sich der Bauunternehmer befassen muss.

Wie geht man damit um?

Sieht man von den speziellen Themen ab, so hilft eine vernünftige betriebswirtschaftliche Struktur dem Unternehmer, dass er sich auf das eigentliche Bauen konzentrieren kann.

Er kann seine Banken oder Kreditgebern schnell und sicher mit den erforderlichen Informationen versorgen und gewinnt einen guten Überblick über das eigene Unternehmen.

Der Aufwand hält sich bei der Einführung und Pflege der Systeme in sehr überschaubaren Grenzen. Es kann daher nur jedem Unternehmer geraten

 

 

 

 

 

 

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